Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus – und was macht dir besonders Spaß?
Mein Tag startet meistens um 8 Uhr mit einer kurzen Besprechung im Team. Danach gehe ich los zu den Menschen, die wir betreuen – das sind ältere oder pflegebedürftige Personen, die Unterstützung im Alltag brauchen. Ich helfe zum Beispiel beim Einkaufen, bei Arztbesuchen, mache Botengänge oder ich verbringe einfach Zeit mit ihnen. Nach drei bis vier Kundenbesuchen geht es zurück ins Büro, wo ich noch bei verschiedenen Aufgaben mit anpacke – Akten abheften, Post bearbeiten, solche Sachen. Um 16 Uhr ist dann meistens Feierabend.
Am meisten Spaß macht mir der Kontakt mit den Leuten. Die Gespräche, die Geschichten und zu merken, dass man mit kleinen Dingen echt was bewirken kann.
Was hast du bis jetzt persönlich aus dem FSJ mitgenommen?
Echt viel! Ich bin deutlich selbstbewusster geworden und kann viel besser mit Menschen umgehen – gerade in neuen oder ungewohnten Situationen. Auch mein Zeitmanagement ist besser geworden. Früher habe ich Sachen oft auf den letzten Drücker gemacht, heute plane ich meinen Tag viel strukturierter.
Und ganz ehrlich: Ich habe einen realistischen Einblick in die Pflege bekommen. Wie es den Menschen geht, was sie brauchen, wie wichtig dieser Bereich ist. Das hat meinen Blick auf vieles verändert. Nicht nur beruflich, sondern auch menschlich.
Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, ein FSJ zu machen?
Mach es einfach! Es ist eine richtig gute Chance, dich selbst besser kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und herauszufinden, was dir liegt. Du lernst unglaublich viel über andere und über dich selbst.
Ich habe in meinem FSJ nicht nur gelernt, wie wichtig Empathie und Verlässlichkeit sind, sondern auch gemerkt: Du wächst an den Aufgaben. Für mich ist es ein Jahr voller Eindrücke, Herausforderungen und Entwicklung und ich bin froh, dass ich mich dafür entschieden habe.
Danke, Wolf – und alles Gute für deinen weiteren Weg!