FSJ beim ASB Hamburg: Wolf im Interview

Ein Jahr lang etwas Sinnvolles tun, Erfahrungen sammeln und dabei herausfinden, wohin es im Leben gehen soll – das ist für viele junge Menschen die Idee hinter dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Auch Wolf hat sich nach dem Abi für diesen Weg entschieden. Aktuell unterstützt er die ASB Sozialstation Elbgemeinden in Hamburg. Im Interview erzählt er, warum das FSJ für ihn genau die richtige Entscheidung war – und was andere davon mitnehmen können.

 

Hallo Wolf, lieben Dank, dass du uns einen Einblick in dein FSJ gibst. 

Erzähl uns, warum hast du dich für ein FSJ entschieden und warum gerade beim ASB Hamburg.

Nach dem Abi war ich mir ehrlich gesagt noch nicht sicher, was ich beruflich machen will. Ich wusste nur: Ich möchte etwas mit Sinn tun und gleichzeitig Neues ausprobieren. Ein FSJ ist dafür perfekt. Ich kann mich sozial engagieren und gleichzeitig an meinen kommunikativen und organisatorischen Fähigkeiten arbeiten – Skills, die mir auch später in jedem Job weiterhelfen werden.
Außerdem fand ich es spannend, mal in ein ganz anderes Arbeitsfeld reinzuschauen und zu sehen, wie es im sozialen Bereich wirklich läuft.

Wolf

Ich kann mich sozial engagieren und gleichzeitig an meinen kommunikativen und organisatorischen Fähigkeiten arbeiten – Skills, die mir auch später in jedem Job weiterhelfen werden.

Wolf, FSJler beim ASB Hamburg, im Interview über seine Erfahrungen im Freiwilligen Sozialen Jahr

Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus – und was macht dir besonders Spaß?

Mein Tag startet meistens um 8 Uhr mit einer kurzen Besprechung im Team. Danach gehe ich los zu den Menschen, die wir betreuen – das sind ältere oder pflegebedürftige Personen, die Unterstützung im Alltag brauchen. Ich helfe zum Beispiel beim Einkaufen, bei Arztbesuchen, mache Botengänge oder ich verbringe einfach Zeit mit ihnen. Nach drei bis vier Kundenbesuchen geht es zurück ins Büro, wo ich noch bei verschiedenen Aufgaben mit anpacke – Akten abheften, Post bearbeiten, solche Sachen. Um 16 Uhr ist dann meistens Feierabend.

Am meisten Spaß macht mir der Kontakt mit den Leuten. Die Gespräche, die Geschichten und zu merken, dass man mit kleinen Dingen echt was bewirken kann.

 

Was hast du bis jetzt persönlich aus dem FSJ mitgenommen?

Echt viel! Ich bin deutlich selbstbewusster geworden und kann viel besser mit Menschen umgehen – gerade in neuen oder ungewohnten Situationen. Auch mein Zeitmanagement ist besser geworden. Früher habe ich Sachen oft auf den letzten Drücker gemacht, heute plane ich meinen Tag viel strukturierter.
Und ganz ehrlich: Ich habe einen realistischen Einblick in die Pflege bekommen. Wie es den Menschen geht, was sie brauchen, wie wichtig dieser Bereich ist. Das hat meinen Blick auf vieles verändert. Nicht nur beruflich, sondern auch menschlich.

 

Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, ein FSJ zu machen?

Mach es einfach! Es ist eine richtig gute Chance, dich selbst besser kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und herauszufinden, was dir liegt. Du lernst unglaublich viel über andere und über dich selbst.

Ich habe in meinem FSJ nicht nur gelernt, wie wichtig Empathie und Verlässlichkeit sind, sondern auch gemerkt: Du wächst an den Aufgaben. Für mich ist es ein Jahr voller Eindrücke, Herausforderungen und Entwicklung und ich bin froh, dass ich mich dafür entschieden habe.
 

Danke, Wolf – und alles Gute für deinen weiteren Weg!

 

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